Tiefgaragen in Sparkasse fallen weg
Zwei Bahnhöfe aus der Hand gegeben, Bürgerzentrum weg, Museum geschlossen, jetzt also macht auch die Tiefgarage zu – alle Projekte begleitet von juristischem Ränkespiel in der Kitzinger Stadtverwaltung. Die Begründung immer gleich: Zu teuer. Kein Geld da.
In Kitzingen wird Bestand vernachlässigt. An anderer Stelle ist aber Geld für „großkotzige“ neue Projekte wie das „Haus der Jugend & Familie“ da, welches mit 10 Mio. kaum bezahlbar ist. Kleinere Brötchen backen wäre realistischer. Schulden machen, weil es gerade günstig ist, kann kaum im Sinne der Bürger sein. Solange die Finanzierung nicht gesichert ist, überdimensionierte Bauprojekte zurückstellen.
Die Stadt sollte außerdem einen klaren Fokus darauflegen, bereits Vorhandenes zu erhalten, zu sanieren und zu stärken. Das wäre das Gebot der Zeit. Zurück zur Tiefgarage. Sollen die Kitzinger achselzuckend hinnehmen, dass immer mehr Parkplätze in der Innenstadt wegfallen? Die neuen Bewohner in der Herrnstraße und künftige „Storgwohnungen“ haben auf diesen letzten Platz für Dauerparken spekuliert, vergebens. Kitzingen kann doch stolz sein, in solch zentraler Lage eine Tiefgarage zu besitzen. Malen wir uns einmal aus, was passiert, wenn die Tore für immer geschlossen werden: Zustände wie am Hauptbahnhof mit allerlei Getier! Eine lebendige, soziale, naturnahe Innenstadt schaut anders aus!
